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Marcus Bredt ist Fotograf. Er ist spezialisiert auf die gebaute Umwelt und auf ihre Interaktion mit der sozialen Umwelt. Seine Bilder beobachten die Beziehungen zwischen Räumen, Menschen, Leere und Zeit. 

Auch wenn mit Leere vor allem die spürbare Präsenz menschlicher Abwesenheit gemeint ist, tragen die Fotos von Marcus Bredt den Keim einer Geschichte in sich. Sie sind nicht „objektiv". Sie sind komponiert, aber nicht inszeniert. Seine proto- erzählerische Position hält ihn stets auf ein wenig Abstand, ist aber durch eine Empathie charakteri­siert, die sich bisweilen als subtile, wohlwollende Ironie zeigt. 

Aktuell verfolgt Marcus Bredt das mehrteilige Projekt „Hinter–Räume“, dessen Name bereits den doppelten Charakter der Bilder(serien) markiert. Einerseits ist das Auf- und Nachspüren von nicht- öffentlichen, verborgenen Räumen hinter den „eigentlichen“ Räumen gemeint. Andererseits verweist der Titel auf das symbolisch-metaphorische Potenzial dieser Räume, auf ihre Hinter-Gründigkeit, ihre Jenseitigkeit.

Das Goethe-Institut wählte ihn unter die 10 besten Architekturfotografen Deutschlands; Bredt ist Gründungsmitglied des Künstlerkollektivs Neue Lange­weile.