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Marcus Bredt ist seit vielen Jahren als Architekturfotograf weltweit unterwegs. Er entdeckte früh, dass die Architekturfotografie weit mehr als die bloße Abbildung einer Fassade ist.
Mit großer Neugier sucht er den Dialog zwischen dem Bauwerk und seinem Umfeld und riskiert dabei immer wieder den Blick hinter die Kulissen. Langjährige Zusammenarbeiten mit Daniel Libeskind, von Gerkan, Marg und Partner, dem Goethe-Institut und der Alliance Française ermöglichten ihm, Kulturbauten, zahlreiche Städteporträts oder die größten Stadien der Welt zu fotografieren.
Das Goethe-Institut wählte ihn unter die 10 besten Architekturfotografen Deutschlands; Bredt ist Gründungsmitglied des Künstlerkollektivs Neue Langeweile.
Marcus Bredt ist ein Geschichtenerzähler. Seine Bilder sind nicht „objektiv“. Sie sind komponiert, aber nicht inszeniert. Mit Akribie, Geduld, aber auch viel Witz gelingt es ihm, die oft gegensätzlichen Vorstellungen der unterschiedlichen Kulturen facettenreich darzustellen. Der Betrachter wird durch liebevolle Detailbeobachtung eingeladen, sich ein eigenes Bild zu schaffen. Er hält Abstand, aber voller Empathie und Humor. Er gehört zu den Fotografen, die den Menschen in der Architekturfotografie etabliert haben. Keine gecasteten Gebäudebewunderer, sondern Menschen, wie sie nun mal so rumstehen. Andererseits ist es bisweilen auch erst die Abwesenheit des Menschen, die die Ästhetik – auch oder gerade die Ästhetik des Banalen – richtig zur Geltung bringt.